Seminar “Tierschutz als komplexes Entscheidungsproblem” zur Anmeldung für Jura-Studierende freigegeben

maennliches-kueken

Prof. Dr. Dagmar Borchers, FB 9: Institut für Philosophie
Prof. Dr. Felix Herzog, FB 6: Rechtswissenschaft

Tierschutz als komplexes Entscheidungsproblem
Making Decisions on Animal Welfare and Animal Protection

- Grundlagenseminar -
VORBESPRECHUNG: Fr 16.10.15 12:00 – 16:00 GW1 C1070
TERMINE: Fr 13.11.15 10:00 – 17:00 SFG 3190 / Sa 14.11.15 10:00 – 17:00 GW1-HS H1000
Fr 11.12.15 10:00 – 17:00 SFG 3070 / Sa 12.12.15 10:00 – 17:00 GW1-HS H1000
Fr 15.01.16 10:00 – 17:00 SFG 3190 / Sa 16.01.16 10:00 – 17:00 GW1-HS H1000




Übersicht meiner Veranstaltungen im Wintersemester 2015/2016

Liebe Studierende,
am 12. Oktober beginnt das Wintersemester.
Ich werde die Studierenden des 1. Semesters in das Strafrecht und die Kriminalwissenschaften einführen. Die Veranstaltung findet jeweils am Montag von 14 – 16 und am Mittwoch von 10 . 12 in HS 0070 statt.
Die Veranstaltung soll eine erste Orientierung über das Phänomen “Kriminalität” und seine Verarbeitung durch das Kriminaljustizsystem bieten. Es geht im ersten Modul (bis Ende November) um die Korrektur von Medieneindrücken und Alltagstheorien über Verbrechen und Strafen; Theorien über die Ursachen von Kriminalität und über die Wirkungsweise des Strafrechts; die Freiheitsstrafe und das Gefängnis als Institution.
Im zweiten Modul lernen Sie nach einem Überblick zu Aufbau und Inhalt des StGB zunächst die verschiedenen Formen strafbaren Handelns und sodann die Methode der strafrechtlichen Falllösung kennen. Zu der Vorlesung wird ein abgestimmtes Lehrprogramm in Kleingruppen angeboten.

Für die Studierenden des Schwerpunktes “Strafrecht und Kriminalpolitik in Europa” biete ich eine Einführung in die Kriminalpolitik jeweils am Dienstag von 10 – 12 in Raum A0010/GW 1 an.
Die Veranstaltung gliedert sich in einen Allgemeinen und einen Besonderen Teil. Der Allgemeine Teil wird von mir präsentiert, der Besondere Teil wird durch die Prüfungsvorleistungen der Studierenden gestaltet.
Im Allgemeinen Teil werden die Grundbegriffe und wesentlichen politisch-gesellschaftlichen Rahmenbedingungen kriminalpolitischer Entwicklungen behandelt: Was ist Kriminalpolitik?; Verhältnis von Kriminalpolitik und Strafrechtsdogmatik; Verhältnis von Kriminalpolitik und allgemeiner Politik; Verhältnis von Kriminalpolitik und Medienöffentlichkeit; Perspektiven der Kriminalpolitik in Deutschland und Europa.

Im Besonderen Teil sollen exemplarisch die folgenden Felder der Kriminalpolitik von Ihnen vorgestellt werden:

1.) Sollte die strafrechtliche Sanktionierung von Jugendlichen und Heranwachsenden verschärft werden?
2.) Welche Gründe bestehen für die Forderung nach einer Verschärfung des Vergewaltigungstatbestandes?
3.) Warum und in welcher Weise sollte der Mordtatbestand reformiert werden?
4.) Sollte die Sterbehilfe (insbes. durch Sterbehilfeorganisationen) strafrechtlich sanktioniert werden?
5.) Sollen „gefährliche (Sexual)-Straftäter“ „weggesperrt“ werden?
6.) Welche Mittel werden zur Bekämpfung des (islamistischen) Terrorismus benötigt und welche rechtsstaatlichen Grenzen hat die Terrorismusbekämpfung?
Für den Besonderen Teil wünsche ich mir studentische Expert(inn)en-Teams von je 3 Personen, die die Themen nach einer Vorbesprechung mit mir vorbereiten und präsentieren.

Schließlich freue ich mich besonders auf ein gemeinsames Seminar mit Frau Prof. Dr. Dagmar Borchers/Institut für Philosophie über die Rechte und den Schutz von Tieren. Dieses Seminar ist für Studierende des Masterstudiengangs Koomplexes Entscheiden und der Rechtswissenschaften geöffnet.
Tierschutz als komplexes Entscheidungsproblem
Making Decisions on Animal Welfare and Animal Protection

Vorbesprechungstermin ist Freitag, der 16.10.15 12:00 – 16:00 GW1 C1070-

Obgleich die Anteilnahme/das Mitgefühl der Menschen am Schicksal von Tieren in der Geschichte immer weit verbreitet war und bis heute ist, der moralische Status und die Tieren gebührende Achtung schon in der Antike ein Gegenstand der Philosophie und religiöser Betrachtungen und Praxis waren, hat sich eine instrumentelle Kultur der Nutzung von Tieren zu Zwecken der Menschen etabliert, die zunehmend scharf kritisiert wird.
Im Mittelpunkt von Tierschutzdebatten steht der rationalistische Gedanke, dass den Tieren gegenüber jedenfalls eine Praxis geschuldet ist, die unvernünftiges Tierleid (Tierquälerei) ächtet und unvermeidbares Tierleid minimiert. Unter der Berücksichtigung dieser zwei Bedingungen wird die Nutzung und Haltung von Tieren zur Ernährung, zu wissenschaftlichen Versuchen, als Haustier und für den Sport, aber auch zu polizeilich-militärischen Zwecken als gerechtfertigt angesehen.
Tierrechts-Theorien und Tierrechtsaktivisten argumentieren dagegen, dass Tiere einen Eigenwert und eine „tierliche Persönlichkeit“ unabhängig von dem Nutzen für den Menschen haben und dass Tiere gegenüber den Menschen fundamentale Rechte verdienen, wie z.B. das Recht auf Leben, Freiheit und körperlich-seelische Unversehrtheit (Verbot der Folter). Es sei deswegen auch gerechtfertigt, Tiere militant gegen die Verletzung dieser Rechte z.B. durch Tierbefreiungsaktionen zu verteidigen.
Innerhalb der Tierrechtstheorien wird auch die Auffassung vertreten, dass das Mensch-Tier-Verhältnis in unserer aktuellen Gesellschaft, in denen Tiere gegessen, getötet und auf unterschiedliche Arten instrumentalisiert werden, Ausdruck eines Herrschafts- und Gewaltverhältnisses ist, das mit den generellen (globalen) Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnissen in einem engen Zusammenhang steht.
Animal Liberation wird dabei als Teil einer allgemeinen politisch-emanzipatorischen Bewegung angesehen.

Entscheidungen darüber, ob und unter welchen Bedingungen z.B. die Massentierhaltung von Hühner oder Schweinen „genehmigungsfähig“ ist, ob Schimpansen oder Eisbären in Zoos und Zirkussen vorgeführt werden dürfen, welche Formen des Dressur im Pferdesport zulässig sind, unter welchen Voraussetzungen Tierexperimente durchgeführt werden dürfen, ob Delfine zu „Selbstmordattentätern“ gegen Schiffe dressiert werden dürfen, ob die Polizei gegen Tierbefreiungsaktionen von Versuchstieren einschreiten muss, sind damit in vielerlei Hinsicht komplexe empirisch-normative Entscheidungen.

Anhand der Lektüre ausgewählter repräsentativer Beiträge der Tierschutz- und Tierrechtsdebatte
möchten wir uns zunächst über die Grundlagen miteinander verständigen. Sodann soll an einigen Anwendungsbereichen die Grundlagendiskussion mit nationalen wie internationalen rechtlichen Regelungsrahmen sowie behördlichen und gerichtlichen Entscheidungen zusammengeführt werden. Auch die Anwendungsbereiche eignen sich gut für Studierende des Studiengangs Komplexes Entscheiden.
Wir erwarten von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern folgende Seminarleistungen:
- Mündlicher Vortrag von ca. 20 Minuten.
- Mediale Unterstützung Ihres Vortrags (Power Point/Handout/Thesenpapier o.Ä.).
- Aktive Teilnahme an den Seminardiskussionen.
- Schriftliche Seminararbeit im Umfang von ca. 15 Seiten.




Beginn der Veranstaltungen im Sommersemester 2015

Schön, dass Sie auch in den frühen Morgenstunden so zahlreich zu der Veranstaltung im Strafrecht erscheinen! Wie gewohnt lade ich die PowerPoint-Präsentationen zu der Veranstaltung hoch. Sie finden diese ab sofort bei StudIP und hier für den öffentlichen Gebrauch:
01 Tötungsdelikte – Einführung – FINAL
02 Mord und Totschlag I – FINAL
03 Mord und Totschlag II _TuT – FINAL
04 Problemkonstellationen Täterschaft-FINAL
05 Mittäterschaft – FINAL
06 Problemkonstallationen Mittelbare_Mittäerschaft-FINAL
07 Suizid_Tötung auf Verlangn – FINAL
08 Unterlassen_Sterbehilfe – FINAL
09 Todeserfolgsqualifizierte Delikte_Versuch des EQD-FINAL
10 Einführung_KV – FINAL
11 Gefährliche und schwere KV – FINAL
12 KV im Amt-FINAL
13 Grundlagen des Medizinstrafrechts-FINAL
14 Folter_Misshandlung_Gewalt-FINAL
15 Fahrlässige KV und Tötung-FINAL
16 Fortsetzung Fahrlässigkeit-FINAL
17 KVQ_Schlägerei_Konkurrenzen-FINAL




Übersicht meiner Veranstaltungen im Sommersemester 2015

Liebe Studierende,

im Sommersemester 2015 werde ich die Vorlesung zur Vertiefung von Strafrecht AT und zu den Delikten gegen Leib und Leben halten:
GK 2 SS 2015
Als Schlüsselqualifikation biete ich zusammen mit Prof. Gerhold und Dr. Kalmbach ein Forschungsseminar über NS-Terrorurteile in Bremen an:
NS-Terrorjustiz
Im interdisziplinären Studiengang Komplexes Entscheiden werde ich zur Nomsetzungslehre unterrichten:
MAKE

Im Bachelorstudiengang Philosophie werde ich mich zusammen mit Frau Prof. Borchers mit “Recht und Gerechtigkeit in der darstellenden Kunst und Literatur” beschäftigen:
Borch_Herz
Und schließlich werde ich mit dem ehemaligen Präsidenten der HansOLG Wolfgang Arenhövel ein Schwerpunktseminar üer Justizirrtümer veranstalten:
Justizirrtum




Vortrag von Prof. Herzog auf dem 2. Bundeskongress Compliance Management 27.11.14

»Unrecht Gut hilft nicht; aber Gerechtigkeit errettet vom Tode.« (Sprüche Salomos 10, 2).
Es ist ein ewiges Gebot der Gerechtigkeit, dass Geld aus Unrechtstaten nicht Reichtum begründen darf. Diese Aufgabe zu bewältigen, erfordert große Anstrengungen, die im Rechtsstaat mit der gebotenen Achtung für die Grundrechte der betroffenen Personen unternommen werden müssen.
Populistische Vorgehensweisen, wie die Identifizierung des Islam mit dem Terrorismus und des islamischen Finanztransaktionssystems Hawala mit der Terrorismusfinanzierung oder engmaschige Kontrollen ohne jede Rücksicht auf den Datenschutz, sind rechtswidrig und nicht zielführend.
Einen Überblick zu meinem Vortrag finden Sie auf den Präsentationsslides:
Präsentation 2. Bundeskongress, Felix Herzog




Prof. Herzog beim 2. Bundeskongress Compliance Management in Berlin 26./27.11.2014

Beim 2. Bundeskongress Complinace Management werde ich bei meinem Vortrag der Frage “Deutschland – ein Eldorado für Geldwäscher?” nachgehen.
Die Financial Action Task Force (FATF) der OECD hat sich jüngst erneut beklagt, dass Deutschland ein Hochrisiko-Land für Geldwäsche ist. Doch was ist zu tun und wo verlaufen die tatsächlichen und rechtlichen Grenzen einer „effektiven“ Geldwäschebekämpfung?
An vier Beispielen (1) Know Your Costumer/der „wirtschaftlich Berechtigte“, (2) Umgang mit politisch exponierten Personen (PEP), (3) Hawala-Banking/Terrorismusfinanzierung und (4) Verdachtsmeldepflicht soll dies exemplarisch diskutiert werden.
Nähere Informationen zum Bundeskongress Compliance Management 2014 finden sie unter

  • http://www.bundeskongress-compliance.de/



  • Nun ist es soweit – guten Start ins Wintersemester 2014/2015

    Für Sie als Studierende im 1. Semester ist es die Begegnung mit einer neuen Materie, Denkweise und Sprache. Ich hoffe, dass ich Sie gut auf den Weg bringen kann.
    Bitte nutzen Sie unser ganzes Programm zu dieser Veranstaltung: besuchen Sie die Vorlesung am Montag von 14 – 16 Uhr und am Mittwoch von 10 – 12 Uhr im grossen Hörsaal, nutzen Sie unser Angebot an Arbeitsgemeinschaften und laden Sie sich hier und bei StudIP die Unterlagen herunter.
    Sind dann noch Fragen offen, können Sie uns gerne per e-mail (fherzog@uni-bremen.de / be_el@uni-bremen.de) kontaktieren oder die Sprechstunde meiner Assistentin Frau Betül Yüce am Mittwoch von 15 – 17 Uhr in Raum B 2120, aber natürlich auch meine offene Sprechstunde am Mittwoch von 15 – 16 Uhr in Raum B 2141 aufsuchen.
    Nochmals alles Gute für Ihren Start!

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